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Museum Hallstatt


7000 Jahre Kultur- und Menschheitsgeschichte mit spannender Vermittlung

Oberösterreich verfügt nicht nur über herausragende und interessante Museen, sondern besitzt den Glücksfall,
dass eine vor Jahrtausenden entstandene Kultur einer ganzen Epoche der Menschheitsgeschichte einen eigenen Namen gegeben hat – die Hallstattkultur.

Im Jahr 2002, nach einer umfangreichen Sanierung neu eröffnet, präsentiert das Museum Hallstatt diese einzigartige Kultur, die vor tausenden von Jahren dort ihren Ausgangspunkt nahm. Die besondere Bedeutung Hallstatts beruht vor allem auf seinem archäologischen Erbe und der Salzgewinnung, die in zweieinhalbtausendjähriger kultureller Kontinuität bis in die Bronzezeit zurückreicht. Die Bedeutung des Fundortes Hallstatt liegt aber auch für die Ur- und Frühgeschichtsforschung in der besonderen Lage des urgeschichtlichen Hallstatts, das sich nicht wie heute am Ufer des Sees, sondern hoch über dem heutigen Ort im Salzberghochtal befand. Das Museum Hallstatt blickt ebenfalls auf eine lange und bewegte Geschichte zurück, die bereits im Jahr 1844 mit Friedrich Simony ihren Ausgangspunkt nahm. 1884 konstituierte sich der Musealverein Hallstatt. Damit begann eine kontinuierliche  Erforschung Hallstatts und seiner Kulturgeschichte.

Insgesamt 26 Themenschwerpunkte gliedern heute das Museum und führen von den jungsteinzeitlichen Entwicklungen über den prähistorischen Salzbergbau zu den Kelten und Römern. Mittelalter und Neuzeit, die bedeutenden Erforscher der Hallstattkultur (Ramsauer, Simony, Engl und Morton) finden ebenso ihren Platz wie die reichen Funde und Schätze des Gräberfeldes. Die historische Entwicklung Hallstatts, volkskundliche Themen, Arbeit und Handwerk, aber auch die Bedeutung Hallstatts für die Entwicklung der protestantischen Glaubensgemeinschaft in Oberösterreich und der Naturlebensraum werden eingehend geschildert. Die touristische Entwicklung Hallstatts und die Bedeutung als Weltkulturerbe führen bis in unsere Zeit. Spannend und kontrastreich, erlebnishaft und reizvoll präsentiert das Museum 7000 Jahre Geschichte. Mit eindrucksvollem Einsatz von Multimediatechniken wird der Besucher bei seinem Rundgang durch das Museum von optischen und akustischen Reizen ergriffen und fasziniert von der reichhaltigen Fülle der Kulturgeschichte Hallstatts.

Großes Augenmerk wird der Kulturvermittlung geschenkt. Zentrale Elemente für Kinder und Jugendliche bilden das „Epochenatelier“ und die „Museumsrallye“. Das „Epochenatelier“ gibt die Möglichkeit, Schwerpunkte der Ausstellung praktisch zu erfahren und umzusetzen. Es lädt zum Kennenlernen von Arbeitstechniken von der Urgeschichte bis zur Neuzeit ein.

Ein weiteres Element der Vermittlung ist die „Museumsrallye“, die besonders für Schüler interessant ist. Dabei können Schüler in Kleingruppen, zu zweit oder dritt, Themenbereiche selbstständig erforschen und ihre jeweiligen Forschungsergebnisse bei einem anschließenden gemeinsamen Museumsrundgang vorstellen. Dadurch werden die für Schüler über die originalen Objekte hinausgehenden komplexen Zusammenhänge verständlicher und sie erhalten detaillierte Informationen zu ausgewählten Schwerpunkten des Museums.

 
 
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